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Eiskunstlauf GeschichteHistorischen Funden ist zu entnehmen, daß es bereits in der Steinzeit so etwas wie Schlittschuhe gegeben haben
musste. Die Kufen bestanden damals aus Knochen und liefen so schlecht, daß man Stöcke zum Anschieben benötigte.
Bei Sigtuna in Schweden wurden ca. 1000 Jahre alte Pferdeknochen gefunden, die unten geschliffen und mit Lederriemen
versehen zum Gleiten an die Schuhe gebunden wurden. Der erste überlieferte Eislauf-Unfall ereignete sich, als die 15-jährige Namens Lidwina so heftig mit einem anderen Läufer zusammenstieß, daß sie nach der Genesung von ihren schweren Verletzungen ihr weiteres Leben im Kloster verbrachte. Lidwina wird als Schutzheilige der Schlittschuhläufer genannt. Auf dem Gemälde Bruegels Winterlandschaft mit Eisläufern und Vogelfalle von 1565 wird das Vergnügen
auf dem Eis dargestellt und man sieht Bewegungen, die nur mit Kanteneinsatz möglich sind. Im englischen Edinburgh wurde 1742 der erste Eislaufverein gegründet; 1772 erschien in London das erste Buch über das Eislaufen. Es entwickelten sich die verschiedenen Eissportarten. 1814 fand in England der erste Wettkampf statt. Der erste deutsche Eislauf-Verein wurde 1861 in Frankfurt am Main gegründet.
Aber auch in Wien tat sich etwas: 1868 wurde vom Amerikaner Jackson Haines der erste Walzer auf dem Eis getanzt.
Das war in der Walzerstadt der Anstoß zur Gründung der Wiener Eislaufschule.
Haines erfand auch die Ganzmetall-Kufen, die fest mit der Schuhsohle verbunden waren.
Das erste Lehrbuch Spuren auf dem Eise wurde 1881 in Wien herausgegeben. 1882 wurde in Wien der erste internationale Wettbewerb ausgetragen.
Dabei zeigte Axel Paulsen den nach ihm benannten Sprung. Es reichte aber nur zum dritten Platz.
Gewertet wurde in Noten von 0 (nicht gelaufen) bis 6 (fehlerfrei).
Die Regeln, der sogenannte Regulativ, entstammt dem Wiener Lehrbuch, das später von der ISU übernommen und weiterentwickelt wurde.
1896 wurde in St. Petersburg die erste Weltmeisterschaft ausgetragen.
Der erste Olympiasieger (1908) war der Schwede Ulrich Salchow, der neben dem nach ihm benannten Sprung auch die
Zacken an den Kufen erfand. Parallel zum Eiskunst-Sport entwickelten sich die Eisrevues, die nur der Unterhaltung dienen. Bei den Showveranstaltungen waren und
sind auch heute noch viele Größen der Eiskunst-Szene nach Beendigung ihrer Leistungssport-Karriere zu sehen.
Bekannte Namen sind die 1945 gegründete Wiener Eisrevue und die heute noch sehr erfolgreiche Show
Holiday on Ice. Die jüngste Eiskunstlaufart ist der 1957 erstmals in den USA gezeigte Synchronlauf, auch Formationslauf genannt. Internationale Wettkämpfe dazu gibt es seit 1976. Beim SYS müssen 16 (vor 2007 waren es 20) Läufer/innen synchron und im schnellen Wechsel Figuren auf dem Eis zeigen Bei den großen Wettbewerben trug die für die Zuschauer höchst langweilige Pflicht 60% zum Gesamtergebnis bei. Hier mussten Schrittfolgen bzw. Figuren exakt gelaufen werden. 1991 wurde die Pflicht durch das Kurzprogramm abgelöst und der Schwerpunkt der Wertung in die Kür gelegt. Zur Saison 2004/05 ersetzte die ISU das Noten-Wertungssystem durch ein kompliziertes Punktesystem.
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